Busreisen - mehr Schaden als Nutzen?

Wenn man Busreisen im Vergleich zu anderen Verkehrsmitteln betrachtet, schneiden sie zweifellos gut ab. Sowohl der Energieverbrauch als auch die Emissionen liegen bei Busreisen zum Teil deutlich unter den Werten anderer Verkehrsmittel. Schön und gut, könnte man nun einwenden, aber auch die umweltfreundlichste Busreise kommt nicht ohne Emissionen aus. Sollte man auf Busreisen "mal eben übers Wochenende" nicht besser ganz verzichten? Der Umwelt zuliebe? Und statt dessen besser nur eine lange Busreise pro Jahr als Haupturlaub unternehmen. Und in der zwischenzeit schön zu Hause bleiben und bestenfalls noch mal mit dem Fahrrad die nähere Umgebung erkunden?

 

Tja. Diese Entscheidung kann einem wohl niemand abnehmen. Bei der Überschrift "Busreisen - mehr Schaden als Nutzen?" haben Sie vielleicht schon gestutzt: Welchen Nutzen sollten Busreisen denn überhaupt haben? Der Schaden für die Umwelt durch Busreisen ist ja offensichtlich, und wenn er auch noch im Vergleich eher gering ist. Der Nutzen von Busreisen im Sinne von "gesamtgesellschaftlicher Nutzen" lässt sich in der Tat schwer ermitteln. Natürlich dienen Busreisen ins Ausland der Völkerverständigung. Busreisen helfen, wie jede Reise, Vorurteile abzubauen, den eigenen Horizont zu erweitern und fremde Kulturen kennen und akzeptieren zu lernen.

 

Und überhaupt: Was ist denn die Alternative zum Reisen? Soll man, statt eine Busreise zu unternehmen, sich lieber zu Hause am Fernseher über fremde Städte und Länder informieren? Meine Meinung: Nein Danke! Als Freund von Busreisen werde ich mir das Reisen auch in Zukunft nicht verbieten lassen. Nach Kenntnis der Fakten aber künftig noch mit dem guten Gewissen, dass Busreisen aus ökologischer Sicht vergleichsweise hervorragend abschneiden.

 

 

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